
Notfallkonzept
Die Frage ist nicht, ob ein Ausfall kommt, sondern wer am Tag danach was tut, in welcher Reihenfolge und mit welcher Telefonnummer.

Was ein Notfallkonzept leistet, und was nicht
Am Morgen nach einem Ransomware-Befall entscheidet nicht die Technik, wie lange der Betrieb steht, sondern die Vorbereitung. Wer ruft wen an. Wer darf entscheiden, ob produziert wird oder nicht. Welcher Prozess muss zuerst wieder laufen, und welcher kann drei Tage warten. Wo liegen die Zugangsdaten, wenn das System, in dem sie liegen, verschlüsselt ist.
Ein Notfallkonzept verhindert keinen Vorfall. Es verkürzt den Stillstand. Das ist der ganze Zweck, und es ist auch die ehrliche Grenze dieser Leistung.
Es ist ausserdem das Dokument, nach dem gefragt wird: von Versicherern, von Grosskunden in Verträgen, und im Rahmen von Sicherheitslabels, wo eine Person Ihrer Geschäftsleitung jährlich unterschreibt, dass Wiederanlaufverfahren durchgespielt wurden. Ohne das Dokument ist diese Unterschrift eine Behauptung.

Was im Dokument steht
15 bis 25 Seiten, in Word und PDF, damit Sie es selber pflegen können.
Krisenstab und Zuständigkeiten
Wer entscheidet, wer informiert, wer spricht mit Kunden und Behörden, und wer übernimmt, wenn die zuständige Person in den Ferien ist. Mit Namen und Telefonnummern, nicht mit Funktionsbezeichnungen.
Alarmierungskette
In welcher Reihenfolge wer angerufen wird, und was passiert, wenn niemand abnimmt. Ausgelegt auf den Fall, dass E-Mail und Telefonanlage nicht verfügbar sind.
Business Impact Analyse
Pro kritischem Prozess: wie lange darf er stillstehen, und wie viele Daten dürfen im schlimmsten Fall fehlen. In der Fachsprache RTO und RPO. Diese zwei Zahlen entscheiden darüber, ob Ihre heutige Datensicherung überhaupt ausreicht.
Handlungsanleitungen
Je ein Ablauf für Ransomware, Datenverlust und längeren Ausfall. Geschrieben für den Moment, in dem niemand Zeit hat, ein Konzept zu lesen: kurze Schritte, in der Reihenfolge, in der sie zu tun sind.
Massnahmenplan
Was heute fehlt, um die festgelegten Zeiten einhalten zu können, mit Ampel und Priorität. Direkt übergabefähig an Ihren IT-Dienstleister.
Pflege-Empfehlungen
Ein Konzept, das zwei Jahre unverändert im Ordner liegt, ist keines. Sie erhalten die Angabe, was wann zu aktualisieren ist und welche Ereignisse eine Überarbeitung auslösen.
So entsteht es
- Scoping vor Ort, rund zwei StundenWir legen fest, welche Prozesse und Systeme betrachtet werden, und Sie erteilen den Auftrag schriftlich.
- Drei Interviews à 60 MinutenMit je einer Person aus dem kommerziellen, dem operativen und dem technischen Bereich. Die drei Sichten weichen erfahrungsgemäss voneinander ab, und genau diese Abweichung ist die nützlichste Information im ganzen Projekt.
- Business Impact AnalyseTolerierbare Ausfallzeit und tolerierbarer Datenverlust pro kritischem Prozess, gemeinsam festgelegt und nicht von uns geschätzt.
- Dokument und SchlussberichtDas Notfallkonzept, dazu ein schriftlicher Schlussbericht mit Massnahmenplan.
- Präsentation vor der Geschäftsleitung, 45 bis 60 Minuten, vor OrtWeil ein Notfallkonzept, das die Geschäftsleitung nicht kennt, im Ernstfall nicht verwendet wird.
Was nicht enthalten ist: die Umsetzung der Massnahmen aus dem Plan, technische Sicherheitsüberprüfungen, und eine Übung des Ablaufs mit dem gesamten Team. Die Übung empfehlen wir im Folgejahr und rechnen sie separat ab.
Aufwand und Preis
Alle Preise exkl. MWST. Tagessatz CHF 1'800. Jeder Auftrag beginnt mit einer schriftlichen Bestätigung mit Kostendach.
Notfallkonzept
Das organisatorische «Sicherheits-Handbuch» für Ihren Betrieb.
- Scoping-Workshop vor Ort (ca. 2 Std.) inkl. schriftlicher Auftragsautorisierung
- Drei Interviews à 60 Min. mit Schlüsselpersonen (kommerziell, operativ, technisch)
- Business Impact Analyse mit tolerierbarer Ausfallzeit und tolerierbarem Datenverlust pro kritischem Prozess
- Notfallkonzept-Dokument (15 bis 25 Seiten): Krisenstab, Alarmierungskette, Handlungsanleitungen für Ransomware, Datenverlust und Ausfall
- Schriftlicher Schlussbericht mit Massnahmenplan (Ampel rot, gelb, grün)
- Präsentation vor der Geschäftsleitung (45 bis 60 Min., vor Ort)
- Dokumentenübergabe in Word und PDF inkl. Pflege-Empfehlungen
Richtwert für kleine KMU mit fünf bis zwanzig Mitarbeitenden an einer Lokation. Bei mehreren Standorten, grösseren Umgebungen oder OT-Komponenten erhalten Sie eine individuelle Offerte. Alle Preise exkl. MWST.
Häufig gestellte Fragen
Wir haben schon eine Datensicherung. Brauchen wir das trotzdem?
Die Datensicherung ist die Voraussetzung, nicht die Antwort. Das Notfallkonzept beantwortet, wie lange Ihr Betrieb ohne welchen Prozess auskommt und ob Ihre heutige Sicherung dafür ausreicht. In etlichen Fällen ist das Ergebnis, dass die Sicherung technisch einwandfrei ist und die tolerierbare Ausfallzeit trotzdem nicht eingehalten werden kann, weil eine Wiederherstellung länger dauert als der Betrieb stillstehen darf.
Wie lange dauert das insgesamt?
Der reine Aufwand liegt bei 4.5 Tagen, verteilt über drei bis fünf Wochen, weil die Interviews Termine mit Ihren Leuten brauchen. Der Engpass sind nie unsere Tage, sondern Ihre Kalender.
Wer muss dafür Zeit einsetzen?
Rund zwei Stunden für das Scoping, drei Personen je eine Stunde für die Interviews, und die Geschäftsleitung eine Stunde für die Präsentation. Zusammen etwa sechs Personenstunden auf Ihrer Seite.
Was passiert mit dem Dokument danach?
Sie erhalten es in Word und PDF und können es selber pflegen. Sie erhalten dazu die Angabe, was wann zu aktualisieren ist. Wenn Sie die Pflege abgeben möchten, ist das eine eigene Vereinbarung und keine stille Annahme.
